Unter spanische Sparkassenlandschaft grassiert weiter die “Fusionitis”
Nach dem erwartet schlechten Abschneiden mehrerer kleiner spanischer Sparkassen beim Stresstest geht die Konzentration im Sektor mit unverminderter Geschwindigkeit weiter. Drei weitere regionale Sparkassen haben ihre Fusion bekannt gegeben.
In Spanien haben erneut drei regionale Sparkassen fusioniert. Das teilten die Aufsichtsräte der drei Institute am Mittwoch mit. Sie hatten diesen Schritt bereits Ende Juni angekündigt. Der Zusammenschluss funktioniert demnach nach einem speziellen Schutzprinzip, das es den jeweiligen Sparkassen erlaubt, weitgehend eigenständig zu bleiben. Zwischen den Instituten besteht aber eine Art finanzieller Beistandspakt.
In Spanien hatten in den vergangenen Wochen zahlreiche Sparkassen fusioniert und waren damit einer Aufforderung der spanischen Zentralbank gefolgt, sich zusammenzuschließen und ihre Konten zu bereinigen. Die angeschlagenen Sparkassen gelten als Schwachstelle in Spaniens Bankensystem. Die spanische Zentralbank hatte ihnen über den staatlichen Rettungsfonds FROB 10,2 Milliarden Euro zur Verfügung gestellt, um ihr Kapital zu erhöhen und die finanzielle Sanierung voranzutreiben.
Die spanischen Sparkassen waren es auch, die beim Bankenstresstest von sich Reden machten: Getestet wurden 91 europäische Institute, in Spanien waren es neun Privatbanken und 18 Sparkassen. Insgesamt fielen sieben europäische Banken durch – darunter fünf spanische Sparkassen.









