Tage der Wahrheit für Spanien
Der Kapitalhunger der Euro-Problemländer Italien und Spanien bleibt hoch. Sie müssen sich über die Ausgabe von Staatsanleihen refinanzieren.
Italien und Spanien müssen sich am Donnerstag und Freitag neues Geld besorgen. Italien will sich über die Ausgabe von Anleihen heute zwölf Milliarden Euro besorgen und auch Spanien legt eine dreijährige Anleihe auf (mit bislang unbekanntem Volumen). Am Freitag wird Italien dann noch einmal Staatspapiere verkaufen. Analysten erwarten ein Volumen von rund sieben Milliarden Euro.
Die Zinsen werden wohl wieder hoch sein. Hoffnung geben allerdings die Auktionen europäischer Staatsanlehen der letzten Tage.
Um die Lage zu entspannen hat die Europäische Zentralbank kürzlich 500 Milliarden Euro ins Bankensystem geschüttet. Nun wird sich zeigen, ob die gewünschte Entspannung eintritt oder die Eurokrise erneut aufkocht. Eine Auktion italienischer Staatsanleihen Ende Dezember 2011 war gefloppt. Italien allein muss sich in den ersten vier Monaten des neuen Jahres rund 300 Milliarden besorgen, um auslaufende Anleihen zu refinanzieren. Und auch Spanien will heuer Staatsanleihen im Wert von 86 Milliarden Euro ausgeben.
Sowohl Österreich, die Niederlande und Deutschland kamen zuletzt problemlos zu Geld. So hat sich Deutschland am Mittwoch erneut zu günstigen Bedingungen frisches Geld an den Kapitalmärkten besorgt. Bei einer Auktion von Staatsanleihen mit einer Laufzeit von fünf Jahren sammelte der Bund rund 3,15 Milliarden Euro ein. Die durchschnittliche Rendite lag bei 0,9 Prozent. Der Zinssatz lag damit in etwa so hoch wie der Satz, zu dem fünfjährige Papiere derzeit am freien Markt gehandelt werden. Die Finanzagentur sprach von einem “sehr guten” Ergebnis.












[...] vorbei Experten warnen jedoch vor einer zu schnellen Schlussfolgerung zum Ende der Schuldenkrise. Allein Italien muss sich in diesem Jahr noch 300 Milliarden Euro frisches Kapital leihen, andere Staaten befinden sich in der selben Lage. Dies dürfte noch zu jeder Menge Unsicherheiten [...]