Bei konstanter Anbaufläche für Grünspargel konnten die Erträge in Andalusien durch Modernisierung und Innovation von 28.000 t in der Mitte des Jahrzehnts auf 38.000 t in der letzten Saison erhöht werden. Das ist ein Zuwachs von 35%.

Die Kampagne 2011 ist vielversprechend. Zu der großen Produktion in der Provinz Granada, die 78% der Gesamtmenge ausmacht, kommen die Ernten aus anderen traditionellen Provinzen wie Cádiz und Sevilla hinzu, die wieder zum Anbau von Grünspargel zurückgekehrt sind. Die Branche geht daher im Vergleich zum Vorjahr von einem Mengenzuwachs von 20% aus.

Der kontinuierliche Rückgang der letzten zehn Jahre bei weißem Spargel hat dazu geführt, dass sich nur noch einige wenige Unternehmen mit diesem Produkt beschäftigen. Erreichte die Produktion vor einem Jahrzehnt noch ca. 10.000 t bis 12.000 t, so liegt sie heute bei nur maximal 20% davon. Der Anbau konzentriert sich überwiegend in der Extremadura. Etwas kommt noch aus Sevilla und Jaén. Der Wechsel von weißem Spargel auf Grünspargel hat mehrere Gründe. Die wichtigsten sind aber, dass die Erzeugerpreise stagnierten, während auf der anderen Seite die Produktionskosten kontinuierlich gestiegen sind.

Hinzu kommt ein Konsumwandel der europäischen Verbraucher, die immer mehr zum Grünspargel tendieren. Trotz dieser Situation sind die Aussichten für die diesjährige Kampagne recht gut, denn es gab keine Wetterprobleme. Obwohl die niedrigen Temperaturen Ende Februar den Erntebeginn um acht bis zehn Tage verzögert hat, waren die ersten Spargelpartien, die in der 3. Märzwoche gestochen wurden, von optimaler Größe und Qualität.

Die Produzenten von weißem Spargel rechnen bis Ende April mit einer guten Nachfrage zu interessanten Preisen. Wie es dann weitergeht, hängt von dem Wetter im kommenden Monat in den europäischen Erzeugerländern ab. 90% der spanischen Mengen gehen auf den deutschen Markt, Europas größter Konsument von weißem Spargel.