Deutschland wirbt in Spanien um arbeitslose Ingenieure. Interessierte Spanier können sich auf Veranstaltungen in Madrid und Barcelona im Juni informieren und zugleich auch mit deutschen Arbeitgebern in Kontakttreten.

Mit dem Sonderprojekt der Zentralen Auslands- und Fachvermittlung (ZAV) der Bundesagentur für Arbeit sollen zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen werden: Die Knappheit an Ingenieuren auf dem deutschen Arbeitsmarkt soll mit solchen Fachkräften ohne Job in Spanien ausgeglichen werden. In Spanien hat die hohe Arbeitslosigkeit vor allem unter jüngeren Akademikern zu Protesten geführt.

Eine erste Info-Veranstaltung habe es kürzlich schon in Madrid gegeben, berichtete die ZAV-Sprecherin Marion Rang am Dienstag der Nachrichtenagentur dpa in Bonn. Nun folgten weitere Termine in Barcelona und Madrid. „Wir suchen Ingenieure, die arbeitslos sind und die wir in Deutschland gut gebrauchen können.“ Das gelte aber nicht nur für Spanien. „Wir fixieren uns nicht auf Spanien.“

Auch deutsche Unternehmen würden auf den Infoveranstaltungen in Madrid und Barcelona mit auftreten und sich vor Ort präsentieren, sagte Rang. „Sie haben auch konkrete Jobangebote im Gepäck.“ Vor Ort könnten sie auch schon mit Bewerbern in Kontakt treten. Ein Hindernis für Bewerber seien meist fehlende Sprachkenntnisse. Sprachangebote für Deutsch seitens der ZAV gebe es nicht. Darum müssten sich die Bewerber selbst kümmern.

Nicht die Kernaufgabe der ZAV sei die Vermittlung von Ausbildungsplätzen, etwa an spanische Jugendliche, erläuterte Rang. Nach ihrer Kenntnis gebe es hier seitens spanischer Jugendlicher auch keine Massenanfragen bei deutschen Arbeitsämtern. Die ZAV vermittelt sowohl ausländische Fachkräfte nach Deutschland als auch deutsche Fachkräfte ins Ausland.

(dpa)